AWG St. Martin
Zielgruppe
Die Jugendwohngemeinschaft „Haus St. Martin“ ist geeignet für junge Männer,
- die bereits einen gewissen Grad an Eigenständigkeit und Zuverlässigkeit erreicht haben,
- die Unterstützung zur Planung und Strukturierung ihres Alltages benötigen
- die aufgrund ihres bisherigen Lebensweges noch Erfahrungen und Fertigkeiten nachholen und trainieren wollen/müssen
- die ihre Schule, Ausbildung oder Arbeit abgebrochen oder verloren haben
- die noch Begleitung und Unterstützung in die eigene Selbstständigkeit (eigene Wohnung) benötigen
- für Straffällige, die den Willen haben, an ihrer persönlichen Situation aktiv etwas zu verändern
- die die Bereitschaft mitbringen, dieses pädagogische Setting nutzen zu wollen
Pädagogische Handlungsansätze
Sozialpädagogische, externe Lebensgemeinschaft mit individuell abgestimmten Lebenswegplanungen/Förderkonzepten und dem Schwerpunkt Verselbstständigungsarbeit.
- Individuelle Erziehungsplanung/Hilfeplanung
- Bezugsbetreuersystem
- Selbstständigkeitstraining in den Bereichen Schule und Berufsausbildung, Finanzen, Ämter und Behörden, Haushalt, Einkauf
- Individual- und gruppenpädagogische Arbeit
- Ermittlung des individuellen Förderbedarfs und Erstellung eines Förderplanes/Lebenswegplanes
- Partizipation und Rückgabe von Verantwortung für die eigene Lebensgestaltung an die jungen Männer
- Betreuungsfreie Zeiten zur Einübung der Verantwortlichkeiten
- Vernetzung mit externen Helfern
Ziele
- Aufbau bzw., Erweiterung persönlicher und sozialer Kompetenzen
- Schulabschluss und Berufsanbahnung
- Entwicklung von Sicherheit bei der Bewältigung des eigenen Lebensalltags
- Erarbeiten einer realistischen Lebensperspektive
- Selbstständige Entwicklung und Umsetzung einer Tagesstruktur
- Integration in das soziale Umfeld
- Klärung der Beziehung zur Herkunftsfamilie um neue Entwicklungen zu ermöglichen
- Stabilisierung der männlichen Identität/Arbeit am Rollenbild
- Adäquate Freizeitgestaltung
- Unabhängigkeit und Integration in die Gesellschaft
- Einzug in die eigene Wohnung
Bei der Perspektivplanung ist eine kurzzeitige Entlastung des Herkunftssystems genau so denkbar wie ein längerfristiger Verbleib in der Wohngruppe mit dem Ziel der Verselbstständigung und dem Umzug in die eigene Wohnung.




